Ab in den Schwarzwald!

Liebe Volos,

neue Projekte und Ausstellungen sind immer wieder eine spannende, vielseitige und manchmal auch nervenaufreibende Herausforderung. Der Weg von einer unfertigen Idee im Kopf über detailliertere Konzeptentwürfe, Skizzen und Auftragsvergaben bis hin zur verwirklichten Ausstellung hält viele Überraschungen bereit. Egal, ob diese positiv oder negativ erscheinen, für uns ist der Weg das Ziel! Denn ist die Ausstellung mal eröffnet, geben wir die Verantwortung an die Besucher ab, den Ausstellungsraum selbst zu entdecken und ihn mit eigenen Interpretationsansätzen für sich einzunehmen.

Im Rahmen der „Volos-führen-Volos“-Initiative möchten wir euch am 12. August 2016 in den Schwarzwald einladen. Da der Weg für viele ziemlich weit ist, schließen sich das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof (Julia Lauer) und das Deutsche Uhrenmuseum (Claire Hölig) zusammen, d. h. ihr würdet zwei Führungen in zwei Museen bekommen.

Los geht’s um 11 Uhr im Vogtsbauernhof. Das Schwarzwälder Freilichtmuseum steckt in der momentanen Phase seiner Laufbahn mitten in unterschiedlichen Schaffensprozessen und Veränderungen: Das Gelände wird erweitert, was einen Blick in den Nordschwarzwald und völlig neue Bauformen eröffnet, die es so bei uns noch nicht zu sehen gibt. Das praktische Beispiel hierzu ist das Effringer Schlössle, das ab September diesen Jahres bei uns aufgebaut wird. Im Rahmen zweier geplanter Dauerausstellungen schlagen wir zudem die Brücke in die 70er und 80er Jahre und gehen somit in die Gegenwart. Eine zusätzliche Sonderausstellung, die in der nächsten Saison eröffnet wird, verknüpft die aktuelle Flüchtlingssituation in der hiesigen Region mit den historischen Flucht- und Auswanderungswellen und der Schwarzwälder Kultur.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen fahren wir gemeinsam nach Furtwangen in das Deutsche Uhrenmuseum. Dort geht’s um 14 Uhr weiter mit … dem Sommer! Lange Tage, heißes Wetter und leckeres Eis – die ideale Sommerzeit! Mit der Sommerzeit beschäftigt sich auch die diesjährige Sonderausstellung im Deutschen Uhrenmuseum in Furtwangen. Dabei geht es weniger ums Eisessen, sondern um die Umstellung der Uhren im März und im Oktober. Sie sorgt jedes Jahr für heftige Debatten in den Zeitungen. Dieses Jahr ist die Sommerzeit 100 Jahre alt geworden. Wie sie entstanden ist und warum gerade Deutschland sie als erstes Land überhaupt eingeführt hat, das möchte ich euch gerne bei einer Führung durch die Ausstellung erklären. Danach bleibt noch genügend Zeit für ein Eis und nette Gespräche.

Bitte meldet euch per Mail bei uns an: Julia Lauer (j.lauer@vogtsbauernhof.de) oder Claire Hölig (hoelig@deutsches-uhrenmuseum.de)

Wir freuen uns auf euch!

Viele Grüße aus dem Schwarzwald,

Julia und Claire

Für Kurzentschlossene…

Wir freuen uns über die nächste Einladung zu „Volos führen Volos“:

Im Rahmen der Initiative „Volos führen Volos“ würde ich gerne alle interessierten Volontärinnen und Volontäre in das Hällisch-Fränkische Museum nach Schwäbisch Hall einladen.

Was: Führung durch die Sonderausstellung „Blicke hinter Gitter“

Wann: Freitag, 5. August, 14 Uhr

Wo: Hällisch-Fränkisches Museum Schwäbisch Hall

Die Sonderausstellung „Blicke hinter Gitter – Justizvollzug in Schwäbisch Hall 1846-1998“ zeigt Geschichte und Geschichten des Gefängnisses am Kocher und der darin Inhaftierten. Neben der baulichen Struktur des Gefängnisareals, welches heute das „Haus der Bildung“ und des Kocherquartiers in Schwäbisch Hall beherbergt, kommen in der Ausstellung auch die Gefangenen selbst zu Wort. Dabei wird der Schwerpunkt auf den Jugendvollzug gelegt. Hinterlassenschaften wie Waffen, Haschpfeifen oder Ausbruchshilfen helfen den Alltag hinter Gittern zu verdeutlichen.

Durch den Nachbau einer Zelle in der Sonderausstellung wird der über mehrere Stunden am Tag zur Verfügung stehende Raum für Häftlinge in Schwäbisch Hall erfahrbar. Des Weiteren geht die Ausstellung auf die Chancen während der Haftzeit ein, die den vor allem jugendlichen Gefangenen in Schwäbisch Hall gegeben wurden.

Bei Interesse bitte bei mir (Bernd.Beck@schwaebischhall.de) kurz anmelden.

An die Führung anschließend besteht noch die Möglichkeit auf dem ehemaligen Gefängnisareal einen Kaffee zu trinken oder ein Eis zu genießen!

Eure Carolyn und Viktoria

Weil uns ehrlich gesagt aufgrund von Ausstellungsvorbereitungen ein bisschen Zeit und Muse fehlen selbst zu schreiben, nutzen wir einfach mal das, was uns beim Surfen  interssant und kontrovers erscheint um es zu teilen.

Besonders für uns VolontärInnen ist der Link der Kulturstiftung des Bundes lesenswert. Mit „Versuchslaboren“ soll die Vermittlungsarbeit verbessert werden und Volontäre sind maßgeblich daran beteiligt. Vielleicht etwas für Eurer Museum?

http://www.kulturstiftung-des-bundes.de/cms/de/projekte/erbe_und_vermittlung/vermittlungslabor_bode_museum.html

Und einen kleinen Ausblick, was auf das Volontariat folgen kann. Eingeleitet mit einer Frage, die uns allen wohl bekannt vorkommt…

Geisteswissenschaften: Und was wird man damit? Online-Redakteurin, zum Beispiel

Eine gute Restwoche wünschen Euch Viktoria und Carolyn

 

 

Vier Fragen an Dr. Barbara Margarethe Eggert

Kannst dich kurz vorstellen und etwas über deinen Werdegang sagen?

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Seit dem 4. April 2016 bin ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Donau-Universität Krems am Department für Kunst- und Kulturgeschichte tätig. Dort bin ich u.a. für die Konzipierung eines neuen Masterstudiengangs mitverantwortlich. Die Stelle umfasst auch eigene Forschung im Bereich Museums- und Sammlungswissenschaften, ab dem Wintersemester 2017/18 kommen dann noch Lehraufgaben hinzu. Dieses Aufgabenspektrum ist für mich sehr reizvoll, weil es mir ermöglicht, alle Bestandteile meiner bisherigen akademischen und praktischen Ausbildung zu integrieren: Parallel zur Promotion im Bereich Kunstgeschichte, ursprünglich mein zweites Magisterhauptfach, habe ich ein bildungswissenschaftliches Masterstudium mit Schwerpunkt Museumspädagogik absolviert und schließlich noch Jura studiert. Praktische Erfahrung mit Museen, insbesondere im Bereich Vermittlung, habe ich u.a. am SFMOMA, San Francisco, und bei der Acoustiguide GmbH in Berlin gesammelt. Außerdem war ich lange Jahre als Lektorin und Redakteurin tätig – zunächst für verschiedene Verlage, zuletzt im Rahmen meiner Volontärstätigkeit am Vitra Design Museum in Weil am Rhein. All das kann ich nun im Rahmen meiner Mitarbeiterstelle einbringen. Ich freue mich auf den Start des neuen Studiengangs und auf die Lehre, allerdings ist bis dahin noch viel zu tun. Gleiches gilt für mein Habilitationsprojekt. In 10 Jahren würde ich gerne zumindest phasenweise in San Francisco arbeiten und leben – mal sehen, ob dieser Traum in Erfüllung geht.

Welche Erfahrungen hast du aus deinem Volontariat mitgenommen? Wie wichtig sind diese für deine jetzige Tätigkeit?

Hier muss ich etwas ausholen. Meine Stelle am Vitra Design Museum war als Volontariat ausgeschrieben und ich habe mich auf sie beworben, weil ich davon ausgegangen bin, hier eine Ausbildung zu erhalten, durch die ich mich für eine Führungsposition im Museum würde qualifizieren können. Insbesondere wollte ich mir praktische Erfahrungen und Kompetenzen im Kuratieren von Ausstellungen aneignen. Die Realität sah dann anders aus. Viele Häuser schreiben oder schrieben Volontärsstellen eher unreflektiert aus, teilweise in Unkenntnis oder bewusster Missachtung der leider nicht rechtsverbindlichen Grundsätze für die Beschäftigung von wissenschaftlichen Kräften als Volontäre/Volontärinnen an Museen (Beschluss der KMK v. 9.3.1995 i.d.F. v. 9.11.1999). Ungeachtet des Leitfadens für das wissenschaftliche Volontariat am Museum wurde und wird „Volontariat“ von solchen Institutionen als Synonym für ein befristetes, bescheiden vergütetes Beschäftigungsverhältnis verstanden. Ich kann zu diesem Thema den Artikel von Jens Bortloff, erschienen in Museumskunde 79, 2/14, S. 47–55 wärmstens empfehlen. In der Regel arbeitet man als Scheinvolontär auf dem Niveau einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin (fast) ausschließlich an einem konkreten Projekt, in meinem Fall war dies eine sehr anspruchsvolles und auch interessantes Publikationsvorhaben. Man lernt weder die vielfältigen interagierenden Abteilungen und ihre Aufgaben im Museumsbetrieb kennen, noch sind Einblicke in den Bereich Museumsmanagement vorgesehen.
Natürlich war für mich die tägliche Arbeit mit meinen talentierten und engagierten KollegInnen und die Befassung mit der Möbelsammlung, die durch die Arbeit am „Atlas des Möbeldesigns“ eine ständige Notwendigkeit und Freude darstellte, eine extrem wichtige und lernhaltige Situation. Dies gilt auch für die tägliche Auseinandersetzung mit der Museumsdatenbank MPlus. Hiervon profitiere ich natürlich auch für meine jetzige Arbeit. Eine sehr wichtige Erfahrung war für mich aber auch, den Dialog zu suchen und mich gemeinsam mit den anderen VolontärInnen für ein echtes Volontariat einzusetzen. Leider vergeblich, denn es gab bezüglich zu vieler Punkte Meinungsverschiedenheiten, auch hinsichtlich der Vergütung, die sich nicht harmonisieren ließen. Ich finde es sehr konsequent, dass das Vitra Design Museum inzwischen seine Stellen nicht mehr als Volontariate ausschreibt – das beugt falschen Erwartungen vor. Ich bedauere es jedoch, wenn sich Museen dagegen entscheiden, zukünftige Führungskräfte auszubilden – das ist eine Investition in die Zukunft der Institution und des eigenen Hauses, die hier versäumt wird. In der Museumscommunity sind sich die meisten Häuser dessen bewusst, wie wichtig ein gut ausgebildeter Nachwuchs ist. So wurde auf der Tagung „Museen und Universitäten – Orte des Wissensaustausches“, die vom Netzwerk MUSEON im Februar 2016 in Freiburg stattfand, u.a. diskutiert, wie Museen ihre VolontärInnen weiterqualifizieren können. Genannt wurde z.B. die Eröffnung der Möglichkeit, parallel zum Volontariat eine Promotion zu verfassen, wohlgemerkt während der Arbeitszeit. Eine weitere Fortbildungsoption besteht darin, sich durch einen praxisbasierten Studiengang Führungskompetenzen anzueignen, wie z.B. im Rahmen des in Gründung befindlichen Studiengangs „Musems- und Sammlungswissenschaften“ an der Donau-Universität Krems, an dessen Konzipierung ich wesentlich beteiligt bin.

Worin liegt die Besonderheit des praxisbasierten Studiengangs „Museums- und Sammlungswissenschaften“ und welche Vorteile siehst du dadurch für die Arbeit im Museum?

Der Masterstudiengang soll seine AbsolventInnen dazu befähigen, eine Führungsposition in einer Sammlungsinstitution zu bekleiden. Die erste Säule umfasst up-to-date-Wissen in den museumsrelevanten Bereichen, also Sammeln, Bewahren, Dokumentieren, Forschen, Ausstellen und Vermitteln, jeweils aus der strategischen Perspektive. Die zweite Säule umfasst Museums- und Sammlungsmanagement, inklusive Budgetierung, Personal, rechtliche Aspekte, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. Besonders an dem fünfsemestrigen Masterstudiengang sind zunächst Zielgruppe und Struktur: Er richtet sich an Interessierte, die ein abgeschlossenes Studium oder eine mehrjährige berufliche Praxis in einem sammlungsrelevanten Gebiet erworben haben, z.B. im Rahmen eines Volontariats. Er ist berufsbegleitend angelegt und kombiniert geblockte Präsenzveranstaltungen mit Online-Lernphasen, die intensiv betreut werden (Blended Learning). Neben DozentInnen der Donau-Universität werden auch renommierte externe WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen als Lehrende wirken. Am wichtigsten aber ist die Praxisbasiertheit des Studiengangs: In enger Zusammenarbeit mit den Landessammlungen Niederösterreich, aber auch mit anderen namhaften Institutionen aus Österreich und Europa und Häusern, die zukunftsweisende Konzepte entwickeln, wollen wir gemeinsam mit den Studierenden die Forschung zu Museen und Sammlungen vorantreiben. Hier interessiert uns als ein wichtiges Thema das „Museum der Zukunft“ einschließlich seiner globalen Herausforderungen. So z.B. die sich wandelnde Rolle der Menschen, die Museen nutzen und derzeit noch als „BesucherInnen“ bezeichnet werden, was ihrer wachsenden partizipatorischen Einbindung nicht mehr entspricht. U.a. bei der Entwicklung neuer Vermittlungskonzepte wollen wir Partner und Ansprechpartner für die Museumslandschaft sein. Das Studium soll für die Studierenden und für die Sammlungsinstitutionen ein Ort sein, um neue Theorien zu entwickeln und praktisch zu erproben, aber auch um Praxis theoretisch zu reflektieren. Genau hierin sehe ich wesentliche Vorteile für die Arbeit im Museum.

Was würdest du uns derzeitigen Volontären gerne mit auf den Weg geben?

Habt einen langen Atem, wenn es darum geht, Eure Ziele und Träume zu verfolgen – und nehmt Euch immer wieder die Zeit um zu reflektieren, wessen Träume und Ziele Ihr gerade verfolgt.

Lasst Euch nicht zur Selbstausbeutung verleiten. Gebt Euer Bestes, aber achtet darauf, dass es Euch gut geht im Volontariat, physisch und psychisch. Mehrarbeit ist bisweilen vorprogrammiert, ja, aber das Volontariat darf nicht dazu verkommen, Personalmangel und bestehende Strukturschwächen aufzufangen und zu zementieren. Es ist auch kein Wettkampf um die meisten Überstunden oder das überzeugendste Martyrium. Ein sinn- und respektvoller Umgang mit Eurer Zeit ist wichtig. Niemandem ist gedient, wenn Ihr unnötig Mehrarbeit leistet, wegen Überarbeitung nicht mehr konzentriert arbeiten könnt – oder gar krank werdet. Sollte Euer Museum das anders sehen und Euch trotz guter Arbeit kein gutes Zeugnis ausstellen, so könnt Ihr dagegen vorgehen. Oder es dabei belassen, denn ein schlechtes Zeugnis ist eine ganz schlechte Visitenkarte für ein Museum. Vor allem dann, wenn es Unsorgfältigkeiten aufweist, z.B. euer Name falsch geschrieben wurde, und in Diskrepanz zu Euren bisherigen Zeugnissen steht.
Tut Euch mit anderen VolontärInnen zusammen und sucht ein konstruktives Gespräch mit Euren Vorgesetzten, wenn es Missstände gibt. VolontärInnen sind für jedes Museum unentbehrlich – gemeinsam habt Ihr eine größere Chance, etwas durchzusetzen, also lasst Euch nicht vereinzeln.

Besucht die Volontärstagungen und sucht den Austausch. Aber das tut Ihr ja sowieso!

Eure Carolyn und Viktoria

Immer weiter!

Dieser Artikel ist ehrlich gesagt erst einmal ziemlich ernüchternd und lässt im Hinterkopf die Stimmen laut werden, die schon immer zweifelnd an einem genagt haben: „Was willst du denn mit Geisteswissenschaften mal anfangen?“ Aber genauso zeigt er, dass es immer weiter geht – nicht immer geradlinig, aber dafür abwechslungsreich und  herausfordernd. In diesem Sinne: Immer weiter!

Wackelige Aussichten: Noch nie war ein Job im Museum so unsicher wie heute

Eure Viktoria und Carolyn

Gute Organisation, tolles Ambiente, kurze Wege…

so lässt sich die diesjährige Volontärsfortbildung in Konstanz kurz beschreiben.

Bei überwiegend schönem Wetter konnten wir letzte Woche (30.06 – 01.07.) eine tolle Tagung mit interessanten Themen genießen. Unter dem Motto „Im #Mehr der Möglichkeiten: Ausstellungswesen, -gestaltung und -präsentation.“ bildeten sich die Teilnehmer durch ein breites Spektrum an Vorträgen, Workshops und Führungen fort: sie konnten sich über die Regeln und Gestaltung von Ausstellungstexten oder neue digitale Strategien und Konzepte in Museen informieren; die Konstanzer Stadtgeschichte durch Führungen kennenlernen und bekamen die „No Go’s“ der Plakatgestaltung vor Augen geführt.

Ein kleiner Wermutstropfen ist jedoch die fehlende Diskussion im Plenum über „unsere eigene Sache“. Vielleicht findet sich auf einer der nächsten Tagungen die Gelegenheit gemeinsam ausführlicher über die aktuelle Situation der VolontärInnen zu sprechen.

Wie fandet ihr die Tagung: Lob, Kritik oder Anregungen…, wir freuen uns über eure Kommentare!

Eure Carolyn und Viktoria

Volos führen Volos in Esslingen

Es ist noch ein bisschen hin, aber damit ihr euch den Termin bereits jetzt vormerken könnt, hier die Ankündigung für eine exklusive Führung nur für euch!

Im Zuge von “Volos führen Volos” möchte ich euch gerne am Freitag, den 29. Juli 2016 um 14:00 Uhr zu einer Führung durch die Ausstellung “KörPERspektiven – Blicke auf unseren ständigen Begleiter” (12. Juni bis 28. August 2016) in das Stadtmuseum im Gelben Haus in Esslingen einladen.

Viele unterschiedliche Perspektiven prägen unser Verständnis und unsere Wahrnehmung von Körpern. Wie wir uns und unsere Umwelt wahrnehmen und interpretieren, bestimmen Wissen, Gefühle und Vorstellungen. Diese sind und waren nicht immer gleich, sondern hängen stets von historischen, kulturellen und gesellschaftlichen Faktoren ab.

Die Ausstellung nähert sich dem Thema Körper exemplarisch an. Jede der acht Stationen bietet eine besondere Perspektive auf den menschlichen Körper und zeigt, wie sie unser Verständnis und Empfinden formt. Ihr begegnet ungewöhnlichen und alltäglichen Objekten unmittelbarer Körpererfahrung und blicken hinter die Darstellungsabsichten von Körpern in Bildern und anderen Medienformen. Wie verändern sich Körper? Und wann greifen wir dabei ein? Welche Rolle spielen Körper, die noch nicht oder nicht mehr da sind? Wie beeinflussen Medizin und Religion unsere Sicht auf den Körper? Wie verhalten sich Körper und Geschlecht zueinander?

Bitte meldet euch per E-Mail bei mir an (sarah.sigrist@esslingen.de). Solltet ihr euch ganz kurzfristig entscheiden, an der Führung teilzunehmen, könnt ihr natürlich gerne einfach so dazustoßen. Bei Interesse lässt sich der verdiente Besuch bei einer Eisdiele der Stadt anschließen. Ich freue mich auf euch!

Herzliche Grüße, Sarah Sigrist

Wir hoffen euch alle auf unserer Tagung in Konstanz zu sehen!

Eure Carolyn und Viktoria