Bilder vs. Museum

Bilder im Museum!? Ein Thema, das die meisten von uns in der Zeit des Volontariates sicher schon als heikle Angelegenheit mitbekommen haben.

Hier ein interessantes Interview zum Thema Bildrechte. Besonders in unserer medialen Welt der Kultureinrichtungen ein wichtiges und wie anhand der Kommentare zu sehen viel diskutiertes Thema.

https://musermeku.org/2017/02/08/bildrechte-im-museum/

Wie sind die Regelungen bei euch am Museum?

Eure Carolyn und Viktoria

Oh WOW, welch erkenntnisreiche Landesvolontärstagung!*

  1. Laut Studie werden 80% aller Volontariate von Frauen absolviert, die meisten aller Volontärinnen befinden sich in gebärfähigem, manche auch in -willigem Alter – die Volontäre sind da, wie der Mann an sich, zeitlich nicht so eingeschränkt.
  1. Ein ähnliches Bild ergibt sich im Saal: geschätzte 95% aller Anwesenden sind Volontärinnen, dennoch sprechen zu 95% Männer zu uns. Vielleicht wird auch deswegen die Debatte recht jäh unterbrochen, als die einzige Frau der Diskussionsrunde – allerdings „nur“ in ihrer Funktion als Moderatorin anwesend, nicht als Podiumsgast – den Themenkomplex „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ anspricht. Das ist offensichtlich nicht das favorisierte Thema der anwesenden Herren. Dennoch: Danke für Ihre mal mehr mal minder spannenden Beiträge! Aber, wo wart ihr, Frauen??

OK, bis hierher waren es noch keine überraschenden Neuigkeiten, diese nummerische Diskrepanz zwischen dozierenden Männern und zuhörenden Frauen sind wir, zumindest in der Kunstgeschichte, leider immer noch aus Studium und Arbeitsalltag gewohnt. Der nächste Fun Fact hätte mir zwar klar sein können, erscheint aber – v.a. im Hinblick auf Punkt 1 – enorm:

  1. Nur 4% aller Volontär*innen absolvieren das Volontariat mit Kind oder bekommen währenddessen ein Kind.

Ich bin eine von denen mit Kind. Und wie ich im Laufe der Tagung in unterschiedlichen Situationen erfahren durfte, scheint es ein Thema zu sein, das viele von euch beschäftigt. Deswegen möchte ich diesen Blog gerne nutzen, um ein wenig zu reflektieren, euch zu berichten, Rede und Antwort zu stehen und als Beispiel sichtbar zu werden für alle, die sich darüber Gedanken machen – Volontäre wie -innen. Meine Beiträge werden immer recht kurz ausfallen, da sie auf der Fahrt zwischen Arbeit und Zuhause entstehen müssen. Die Zeit ist knapp als Volontärin und Mutter, und strikt getaktet – aber dazu demnächst mehr…

Elisabeth

*Vielen Dank nochmals an das Stuttgarter Orga-Team! Es waren schöne zwei Tage und die Erkenntnisse waren um einiges vielfältiger, als es durch meine Fokussierung hier zum Ausdruck kommt!

Ein großes Dankeschön an Elisabeth für diesen Artikel, der den „Aufreger“ der Volontärstagung noch mal in den Fokus rückt.

Was meint Ihr dazu?

Eure Viktoria und Carolyn

img_3189Foto: Carolyn Stritzelberger

Treppauf und treppab…

3. Stock, EG, 5. Stock, EG, 1. Stock – nein, ich war nicht im Haus das Verrückte macht auf der Suche nach dem Passierschein A 38, sondern bei der Agentur für Arbeit. Ich dachte eigentlich, ich komme vorerst drum herum, aber aufgrund betrieblicher Umstände musste ich doch dort vorstellig werden.

Anfänglich hatte ich Horrorvorstellungen, dass ich mit Dutzenden in langen Gängen sitze und warte und warte… Aber der Reihe nach: Telefonisch meldete ich meine drohende Arbeitslosigkeit und musste feststellen, dass ich gar nicht „existiere“. Genauer: Meine Berufsbezeichnung. Wissenschaftliche Volontäre kommen im System nicht vor. Na prima dachte ich, wie soll mir da geholfen werden? Nachdem ich die auszufüllenden Unterlagen und einen Termin erhalten hatte, sammelte ich alles zusammen und machte mich frühmorgens und in eisiger Kälte auf den Weg.

Und war tatsächlich nach exakt 40 Minuten wieder draußen. 1. Stopp: Akademikervermittlung. Die Dame war sehr nett, nahm meinen Lebenslauf entgegen und meinte, sie werde mir passende Jobangebote schicken. Ich solle mich aber nicht zu sehr darauf verlassen, viele Angebote zu ehalten. Nun gut, also weiter wie bisher und sämtliche Online-Portale durchforsten.

2. Stopp: Abgabe des Antrags auf ALG I. Auch dort ging es fix und keine fünf Minuten später stand ich schon wieder auf dem Flur, diesmal auf der Suche nach dem Bereich, in dem ich mich noch arbeitslos melden muss. Das war ich nämlich, trotz der Abgabe meines Antrags, noch nicht.

Deshalb: 3. Stopp: Dieser war nach ca. zwei Minuten zu Ende, da ich dort lediglich meinen Ausweis vorzeigen musste.

Was bleibt: Gute Vorbereitung und nette und hilfsbereite Mitarbeiter der Agentur für Arbeit. Was kommt: Hoffentlich bald ein neuer Job – ob über die AfA oder durch selbst recherchieren. Ich werde berichten…

Eure Viktoria und Carolyn

passierscheina38

Quelle: Youtube

Neues Jahr, neue „Aufreger“ oder doch alte?

Die meisten von euch sind sicherlich schon wieder voll im Arbeitsalltag angekommen und erinnern sich an die entspannten Tage nur noch in der Ferne. Andere haben mit dem neuen Jahr womöglich neue Stellen angetreten oder beginnen sich langsam auf das Ende ihres Volontariats einzustimmen und durchstöbern Stellenanzeigen. Wieder andere von euch haben vielleicht gerade erst mit ihrem Volontariat begonnen und sind gespannt, was sie in den nächsten ein bis zwei Jahren erwartet.

Zum neuen Jahr gibt es alte aber leider immer noch aktuelle „Aufreger“:

http://www.spiegel.de/karriere/mindestlohn-sparen-museen-geld-auf-kosten-ihrer-volontaere-a-1018433.html

http://www.wila-arbeitsmarkt.de/blog/2016/05/17/volontariate-in-museen-besserung-in-sicht/

die beiden Berichte schneiden neben der Bezahlung von Volontären ebenso viele Themen an, die uns sicherlich auch in Stuttgart auf unserer Landesvolontärstagung vom 26.01. bis 27.01. beschäftigen werden. Wir hoffen viele von euch dort zu treffen, um über die aktuelle Lage der Volontäre zu sprechen!

Eure Carolyn und Viktoria

Eine Zugfahrt die ist lustig…

…außer, man ist auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch und es herrscht das fast schon alltägliche Chaos bei der DB. Leicht nervös wegen der Verspätung (obwohl ich einen guten Zeitpuffer eingeplant hatte) und natürlich wegen dem Gespräch an sich fuhr ich gefühlt einmal quer durch die Republik bzw. ins tiefste Niederbayern. Nach über 6 Stunden war ich am Ziel und nach einer kleinen Sightseeing-Tour steuerte ich den angegeben Ort 20 Minuten vor der Zeit an. Dort war ich erstmal baff: Vor der Tür warteten noch vier andere Bewerberinnen, unverkennbar (kleidungstechnisch) aus dem Kulturbereich. Das Prozedere hatte sich dank des einzig eingeladenen Herren um 1,5 Stunden nach hinten verschoben…So saßen wir wie die Hühner auf der Stange und unterhielten uns in immer kleiner werdender Runde prächtig. Da war kein Belauern und kein Neid zu spüren, was ansonsten bei den rar gesähten Stellen in dieser Branche teils schon während des (Kunstgeschichts)Studiums zu spüren ist.

Ob ich den Job bekommen habe weiß ich (noch) nicht. Aber trotz der fast 19 Stunden, die ich letztendlich unterwegs war, hat sich der Aufwand gelohnt, denn ich habe sehr nette „Kolleginnen“ kennengelernt.

„Let’s be Bridge-Builders“

Durch die neue Bulletin Ausgabe des Deutschen Museums Bundes bin ich auf den Blog von Nina Simon aufmerksam geworden. Ihr neuster Blogbeitrag beschäftigt sich mit der Potenz von Museen Menschen zusammen zu führen. Nach der Wahl von Donald Trump als zukünftiger US-Präsident ein interessantes und eindringliches Plädoyer.

http://museumtwo.blogspot.de/

viel Spaß beim Lesen,

eure Carolyn und Viktoria